29.4.09

Das Ghetto und der Scheich

Vernichtungen des Selbst
in Dichtungen daselbst;
wem außer mir denn schmerzt,
dass vom Satan beherrscht,
diese Welt sich zerfleischt,
niemals Gnade erheischt;
von ihrem Herrn entleibt,
Gott, der unsichtbar bleibt;
das Jenseits morgen weilt
im Diesseits noch enteilt
in Gedanken; da keimt
in den Schranken gereimt,
die das Versmaß bestimmt,
was ein Ausmaß annimmt,
das es alles durchdringt,
da es Allah entspringt;
seine Zeichen erkennt,
wer der Allmacht gedenkt,
die vollkommen entgrenzt,
als Tod im Leben senst,
das sie zuvor erschafft;
Statthalter seiner Kraft:
der Mensch auf Erden hasst
sein Schicksal, das nicht passt
zum irdischen Palast,
den er sich erbaut hat;
was er nicht durchschaut hat:
zu Ruinen sein Wort!
Hochmut ist kein Ort,
der ewig andauert;
allein ewig lauert
das Biest in seiner Gruft
unterhalb jener Kluft,
die der Siraat passiert;
der Abgrund nach uns giert;
im Ursprung schon entzweit:
das Ghetto und der Scheich;
bilden eine Einheit
in meines Diwans Reich!
 

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